Die Schweizerische Gesellschaft für Bildungsforschung (SGBF)

Prof. Dr. Detlev Leutner

Detlev Leutner - Problemlösen als fachliche und fächerübergreifende Kompetenz

In den PISA-Studien 2003 und 2012 wurde – neben fachlichen Kompetenzen in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften – Problemlösen als fächerübergreifende Kompetenz 15jähriger Schülerinnen und Schüler erfasst. Ausgangspunkt war, dass die Kompetenz, Probleme zu lösen, nicht nur in den Fächern schulischen Lernens eine entscheidende Rolle spielt, sondern auch außerhalb der Fächer und über die Fächer hinweg. Im Vortrag wird der Frage nachgegangen, warum die Schülerinnen und Schüler in Deutschland bei PISA 2003 beim fächerübergreifenden Problemlösen vergleichsweise gut abschnitten, in Mathematik und Naturwissenschaften jedoch nicht. Dieses Ergebnis lässt sich dahingehend interpretieren, dass die Schülerinnen und Schüler in Deutschland über kognitives Potential verfügen, welches beim fächerübergreifenden Problemlösen sichtbar wird, in den Schulen aber nicht hinreichend genutzt wird, um fachliche Kompetenzen aufzubauen. Berichtet wird über Studien, in denen kognitive und motivationale Aspekte dieser „Kognitiven Potentialausschöpfungshypothese“ untersucht wurden.

Video Keynote 1 - Prof. Dr. Detlev Leutner


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